Lass dir, wenn möglich, diese Übung vorlesen. Sie beginnt wieder mit dem Niederlassen in dir selbst, an dem Platz, wo du gerade sitzt oder stehst. Lass dich mit deinem ganzen Gewicht da sein. Lass los – aber bleibe aufrecht. Es gibt gerade nichts anderes zu tun, als dich von der Erde tragen zu lassen. Beobachte deinen Atem. Er füllt deine Lunge mit Sauerstoff und ist ein Geschenk für dich. Du musst nichts dafür tun. Dein Körper atmet für dich. Stell dir vor, wie jede deiner Zellen den Sauerstoff in sich aufnimmt. Fülle sie. Fülle auch deinen Brustkorb tief und ganz. Atem ist Nahrung – genieße sie.

Jetzt stell dir vor, dass jemand plötzlich die Luft auf der Welt abdreht und du keine Luft zum Atmen mehr findest.

Beobachte die Gefühle, die dabei in dir entstehen. – Was geschieht in dir? – Dann nimm wieder einen tiefen Atemzug und freu dich, dass das nicht geschehen kann, solange wir die Wälder pflegen. Der Atem lehrt uns Verbundenheit, Gemeinschaft und Dankbarkeit. Achtsam zeigt sich die Kraft der Schöpfung auch in uns und lehrt uns, wo wir stehen: im ewigen, gemeinschaftlichen JETZT.

Alles L°eben auf der Erde ist einem großem Netzwerk entsprungen. Du warst zu keinem Zeitpunkt deines L°ebens allein. Unser aller Zukunft wird durch unser gemeinsames Handeln, unsere am häufigsten befriedigten Bedürfnisse, den am meisten geteilten Worten, durch unsere Tabus und unsere Unterlassungen bestimmt. Sie ist ein Experiment, das wir unser L°eben nennen. Hat sie einen Plan? Oder ist radikal und im Ergebnis offen? Dann käme jedem von uns noch mehr Bedeutung zu.

Es geht um viel, es geht um alles. Es geht um unser Überleben und die Schönheit unserer Welt!