Nimm ein paar tiefe Atemzüge und lasse dich mit deinem ganzen Gewicht dort nieder, wo du gerade sitzt oder stehst. Dann schließ die Augen und beobachte einen Moment, wie dein Körper atmet und wo du seinen Atem spürst.

Dann stell dir eine Person vor, der du dankbar bist. Das kann jemand aus deiner Familie sein, ein Freund, ein Popstar oder auch eine religiöse Figur. Stell dich in Gedanken vor diese Person und erzähle ihr, warum du ihr danken möchtest. Erlebe diese Begegnung so detailreich und bewusst wie möglich. Nicht jeder sieht innere Bilder, manche fühlen die Begegnung mehr, als sie sie sehen, andere hören oder verbinden sie mit einem Duft. Alles ist möglich und alles ist richtig. Möchte dir die Person antworten? Dann höre ihr zu. Danach bedanke dich, verabschiede dich und wende dich wieder dir selbst zu.

Wenn du weitermachen möchtest, lass wieder Wurzeln aus deinen Fußsohlen in die Erde wachsen. Schicke nun deine Dankbarkeit dort hinein und weite sie aus auf das Haus, in dem du wohnst, deine Stadt, dein Landkreis. Lass dir Zeit. Deine Dankbarkeit gehört allen, die dort wohnen. Auch den Mördern unter ihnen. Aber streng dich nicht so sehr an, auch Sterne müssen nicht vom Himmel fallen, um zu leuchten, sie tun es einfach. Deine Dankbarkeit nährt deine Wurzeln und du ziehst immer größere Kreise. Erst sind sie so groß wie dein Land, dann so groß wie Europa, dann breitet sich deine Dankbarkeit über die nördliche Erdhalbkugel aus und greift auf die südliche Erdhalbkugel über, bis die Erde im Licht deiner Dankbarkeit erstrahlt und dem Kosmos davon erzählt.