Geschichte des flexiblen Tapens

Die Ursprünge des flexiblen Tapens stammen aus Japan. Dort entwickelte 1973 der Chiropraktiker Kenzo Kase das so genannte Kinesio Tape. Das bis dahin oft eingesetzte unelastische Tape führte zu einer relativen Ruhigstellung, was die Heilungsprozesse im Körper behindern kann (Blockierung der Gelenke, reduzierte Durchblutung). Die flexiblen Tapes erlauben eine unterstütze Bewegung und fördern die damit die Regenerationsprozesse. Seit den 1990er Jahre werden die bunten Tapes im Leistungssport eingesetzt und erobern seither die Praxen von Physiotherapeuten / Ärzten und die Badezimmer von Laien.

Anwendungsbereiche

Bei allen Muskel- / Gelenk- / und Bandverletzungen: Zerrungen, Stauchungen, Überlastungen. Als Gelenkschutz zur Prävention, zur muskulären Entlastung mit Steigerung der lokalen Durchblutung und der lymphatischen Aktivität und und und … Aber bitte: Beschwerden gehören ärztlich abgeklärt, denn auch hinter muskuläre Verspannungen können sich geschädigte Organe verstecken: Siehe das Vegetativum in der Orthopädie. Und wenn du mit chronischen Schmerzen länger herumläufst, manifestierst du sie im Nervensystem und hast weiter Schmerzen, auch, wenn die Entzündung abgeklungen ist.

Das Material:

Ich bevorzuge baumwollbasierte Tapes, weil ich sie hautverträglicher finde und ich Plastik sparen möchte. Mit Meditape und Star Tape habe ich gute Erfahrungen gemacht. Es gibt sicher noch andere gute Firmen, aber ich kann nur von denen sprechen, die ich kenne. Das Material ist bei allen Tapefarben dasselbe.

Tapefarben

Die Farbenlehre / Farbpsychologie spielte in der asiatischen Medizin von alters her schon immer eine große Rolle. Ob die Tapefarben wirklich einen Einfluss auf den Körper haben ist noch nicht wissentschaftlich geklärt. Aber was sind Farben? Farben sind bestimmte Frequenzen des Sonnenlichts. Die Nerven in unserem Körper funktionieren auch mit Licht, mit elektromagnetischen Signalen und chemischen Transmittern. Unser Körper reagiert auf diese Signale: Kinder lernen z.B. in gelb-orangenen Klassenzimmern leichter : https://www.sichere-schule.de/media/upload/Das_lernfoerdernde_Klassenzimmer_GUV_X_99966_2011.pdf

Wenn du Kindern ein rotes und ein blaues Tape auf den Rücken klebst, können die meisten sofort sagen, wo das blaue ist, das „kühlere“. Das rote Tape wird als wärmer, anregender empfunden, ein beiges eher neutral, blau beruhigend, grün harmonisierend, rosa herzöffned u.s.w. Da ich die gestressten Nerven im verletzten / gereizten Gewebe nicht anregen möchte, habe ich in den Videos Farben genannt, mit denen du auf der sicheren Seite bist. Live teste ich aus, auf welche Farbe das Gewebe gerade gut reagiert.

Warum kein schwarzes? …

Schwarz nutze ich nie. Schwarz und Weiß sind eigentlich keine Farben sondern Zustände: Schwarz absorbiert alle Frequenzen (Fülle) und Weiß reflektiert alle (Leere). Deshalb stehen beide Farben (je nach Kultur) für Trauer und /oder spirituelle Kontemplantion. Farben sind hochspannend und total unterschätzt…

Meist spüren wir aber selbst sehr genau, was uns gut tut. D.h., wenn du gerne schwarz trägst und dich zum schwarzen Tape hingezogen fühlst, nimm das Schwarze. Es geht nicht um richtig und falsch, sondern nur um richtig für dich und deinen Körper. Deshalb ist es für mich auch Blödsinn einer Modefarbe hinterherzulaufen, die unter Umständen meinen Körper aus dem Gleichgewicht bringt…

Haltbarkeit:

Die Tapes können ein bis zwei Wochen bleiben. Sie verlieren ein wenig an Zugkraft, bleiben aber wirkunsvoll. Sollte es jedoch unter dem Tape stark jucken und beißen, nimm es ab. Dann reagiert vielleicht deine Haut auf den Kleber. Das es darunter warm wird und leicht kribbelt, ist gut und normal. Aber es sollte immer angenehm bleiben. Und wenn sich eine Kante löst, einfach mit der Schere kürzen. Nicht vergessen: die Kanten immer rund schneiden, sonst halten sie nicht! Abnehmen: immer im nassen Zustand, z.B. nach dem Duschen. Empfindliche Haut kann sonst wund werden.

Technik

Es gibt, vereinfacht gesagt, zwei verschiedene Techniken: die einen, wie Kinesiotape, arbeiten mit Minimaltapes, die energetisch vegetativ ausgerichtet sind. Die anderen, wie Meditape, arbeiten mit größeren Applikationen und haben zudem noch mechanisch unterstützende Wirkung. Ich gehöre zur MeditapeFraktion nach Dr. Sielmann. Mit ihr erreiche ich eine muskuläre Entlastung, ohne den Muskeln stillzulegen…

Hier ein paar Beispiele:

Weitere Fußtapes findest du im Workshop Fuss auf meiner Seite: >https://sarah-sylvia.de/workshop-fuss/