Hand & Fusscreme

Meine Füße sahen besonders im Sommer immer ganz furchtbar aus: extrem trockene Haut, Schrunten, Risse, das ganze Programm. Aber mit dieser Creme habe ich sogar die Hornhaut weich gekriegt. Meine Nachtcreme für die Füße steht rechts ->

Zutaten:

  • 80 ml natives, kaltgepresstes ÖL – Trauben- oder Sonnernblumenkernöl, Mandelöl, Arganöl, Olivenöl oder, noch besser :-), ein Ölauszug von Ringelblumen, Lavendel, Rosenblüten…
  • 40 gr. Wollfett (Lanolin) z.B. über die Schäfereigenossenschaft Finkhof
  • 12 gr. Bienenwachs – auch z.B. beim Finkhof
  • 40ml Wasser oder Pflanzenwässer/Hydrolate. 12-15% des Wassers kannst du zur Konservierung durch Weingeist = reinen Alkohol ersetzen.
  • 3 gr Glycerin (pflanzlich hergestellt & bio)
  • 10 Tropfen ätherische Öle für den Duft
  • ein Handmixer (ich nehme den Zauberstab mit Emulgationsscheibe) oder ein kleiner Schneebesen

Öl, Wollfett und Bienenwachs in ein Glas geben und im Wasserbad bei mittlerer Hitze die festen Bestandteile verflüssigen lassen. Wasser 5 Min. abkochen, dann auf ca. 70° abkühlen lassen, zur ÖL-Fettmischung geben und ca 4 Min rühren, rühren rühren… Stellst du dabei das Glas in einen Topf mit kaltem Wasser, kühlt die Mischung schneller ab. Fertig!

Thema Hygiene=Haltbarkeit: Die Creme ist bei sauberer Arbeitsweise mindestens 2 Mon. haltbar. Sauber heißt: alle Arbeitsgeräte und Hände waschen, evtl. mit reinem Alkohol desinfizieren. Die Cremetiegel bei 150° im Backofen oder in kochendem Wasser 20 Min. sterilisieren.

Lagerung: Ein größeres Glas steht bei mir immer im Kühlschrank (7°) und nur eine kleinere Menge im Badezimmer. Brauche ich Nachschub, fülle ich eine saubere kleine Cremedose neu ab. Und wenn ich Creme auf Vorrat mache, fülle ich sie in die Gläschen und friere sie ein. Damit reduziere ich das Risiko der Verkeimung.

Fussbutter für die Nacht

Zutaten: 80g Sheabutter + 40g Kokosfett + 50 g Wollfett + 30g (Ringelblumen-)Öl + 30g Kakaobutter + 18g Bienenwachs

Alles zusammen in einem Topf langsam erhitzen und verflüssigen lassen. Dann mit einem Mixstab mit Emulgationsscheibe oder einem Schneebesen rühren… Dauert bei mir fast 10 Minuten, bis eine cremige Masse entsteht. In Gläser abfüllen. Wenn du gleich auf Vorrat arbeitest, kannst du sie auch einfrieren, dann hält sie ewig. Ansonsten rechne ich mit einer Haltbarkeit von 6 Monaten.  Beachte bitte die Hygiene: siehe Hand & Fusscreme

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Nährende Gesichtsemulsion

Mein Favorit ist diese superschnell herzustellende Schüttellotion. Gerade im Winter. Schüttellotionen sind sehr reine Emulsionen, da sie auf Emulgatoren verzichten. Aber mach nur kleinere Mengen = Haltbarkeit ca. 5 Tage. 

  • zu gleichen Teilen: Wasser (oder ein Hydralat aus Rosenblätter) + Mandel-/Jojoba- oder TraubenkernÖl in ein Fläschchen geben.
  • + 2 Tropfen ätherisches Öl ( dein Lieblingsduft)
  • vor dem Auftragen ca. 30 Sek. schütteln, damit Wasser und Öl sich verbinden
  • Enthält die Lotion mehr Öl als Wasser, wird daraus ein Balsam.

>Meine Tipps zur Hautpflege bei Rosacea, Akne …

Quarkmasken: Ein Plus an Feuchtigkeit

  • abschwellend: lindert Tränensäcke und leichte Entzündungen, wie z.B. bei Rosacea oder beim Sonnenbrand.
  • mit Honig oder Mandelöl= ein Plus an Pflege.
  • mit Luvos Heilherde: sanftes Peeling und Entgiftung unreiner Haut.

-> normalen Quark (kein Mager- / Sahnequark) messerrückendick auf dem Gesicht zu verteilen. Ca. 30 Min. einziehen lassen und mit lauwarmen Wasser abspülen.

Olivenölseife aus Kernseife

simpel zu machen, hautpflegend und ein nettes Geschenk. Inspiriert von utopia.de.

Du brauchst 250g Kernseife + 2 Esslöffel Olivenöl + ätherische Öle + Kräuter oder Blumenblätter

  1. die Kernseife mit einer Küchenreibe oder einem Messer raspeln. Geh dafür auf den Balkon oder unter die Dunstabzugshaube. Der Staub reizt.
  2. soviel Wasser dazugeben, bis eine Masse wie ein dickerer Kartoffelbrei entsteht.
  3. 2 Eßl. Olivenöl, 15 Tropfen ätherisches Öl und evtl. Kräuter dazugeben und vermengen.
  4. im Wasserbad oder Backofen bei ca. 60° verflüssigen lassen. Dauert ca. 2-3 Std.
  5. auf eine Platte Blütenblätter legen und die weiche Seife darauf streichen / ausrollen
  6. ca. 2 Tage trocknen lassen. Danach die Seife in Stücke schneiden. Wenn sie klebt, kurz einfrieren. Danach löst sie sich leicht.
  7. mindestens 2 Wochen reifen lassen.

Vegane Varianten ohne Palmöl z.B. KLAR Kernseife oder Patounis Kernseife. Beide sind aus pflanz. Rohstoffen gemacht und Palmölfrei (ohne Sodium Palmate oder Sodium Palm Kernelate). Günstiger ist die Wasserrose Kernseife von Weiss und Hermle. Sie wird aus Rindertalg gemacht und ich finde, solange wir Tiere schlachten, sollten wir ihre Körper aus Respekt auch ganz verwerten… Die DALLi Kernseife, die es überall gibt, enthält TETRASODIUM EDTA, ein Stabilisator und Schaumbilder, der ökologisch schlecht bewertet wird. Ausführliche Infos zum Thema Kernseife z.B. auf Ratgeber Kernseife oder  https://www.smarticular.net)

Haarseifen & Spülung

meine Haarseife mache ich noch nicht selber… Das Projekt steht noch aus. Mein Mann mag die Aleppo- und die Nablussseife. Ich habe sehr feine Haare, die bei Rückstände oder zuviel Öle häöngen wie Blei. Für mich funktioniert die Bierseife der Seifensiederei aus Garmisch-Partenkirchen gut. (Sie arbeiten für ihre Öle mit Kleinbauern in Griechenland und Thailand zusammen.)

Anschließend spüle ich die Haare mit Essigwasser: 1cm Apfelessig auf 0,75l Wasser. Danach nicht mehr abspülen, nur abtrocknen. Der Essiggeruch verschwindet innerhalb von 2 Min. Essigwasser stabilisiert den Säureschutzmantel der Haut, schließt die Haarschuppen, schützt so vor Spliss und lässt die Haare glänzen. Nur Achtung! Essig ist eine Säure und brennt in den Augen!

Mein Zahnpulver – saubere, helle Zähne ohne Plastik und Chemie

Zutaten: Schlämmkreide + Natron + äther. Öle

Irgendwann hatte ich keine Lust mehr mir mit Mikroplastik und Chemie die Zähne zu putzen. Nach vielen Experimenten bin ich bei einem Zahnpulver gelandet, dass ich nicht mehr missen möchte. Es besteht aus 1:1 Calciumcarbonat (Heilkreide /Schlämmkreide) & natürliches Natron, wie ich es auch beim Backen verwende. Dazu einige Tropfen ätherische Öle: Pfefferminze oder Eukalyptus z.B. – das wars. Da ich extrem weichen Zahnschmelz habe, habe ich meinen Zahnarzt gefragt, ob diese Mischung o.k. ist. Er hat mir grünes Licht gegeben. Ein Nebeneffekt vom Natron freut mich: Es hellt die Zähne mit der Zeit etwas auf. Mein Fazit: Mit diesem Zahnpulver reduzieren wir nicht nur unseren Verpackungsmüll, Mikroplastik & Chemie im Abwasser, wir sparen auch Geld. Das Red Mill Soda (was ja Natron ist) kostet ca. 5 Euro 500g und die Schlämmkreide 8 Euro. Zusammen 13 Euro für 1 Kg Zahnputzmittel. Auch eine Großfamilie kriegt das in einem Jahr nicht weg …

Achte nur beim Kauf darauf, dass du natürliche Schlämmkreide (Heilkreide) kaufst und nicht billiges, chemisch hergestelltes Kreidepulver. Sie gibt es in Apotheken, manchen Reformhäusern, überall, wo du Zutaten kaufen kannst um Kosmetik selber zu machen und im Internet: hier ein Shop für  Rügener Heilkreide  Und was du im Haushalt mit Schlämmkreide sonst noch alles machen kannst findest du HIER ….

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Deo selber machen: Zutaten

    • Anti-Schwitz-Kräuter: z.B. Frauenmantel – Rosmarin, Minze, Zitronenverbene oder Salbei => selber sammeln oder als Kräutertee kaufen.
    • hautberuhigend sind Ringelblume, Gänseblümchen, Lavendel oder Rose.
    • feinkörniges Natron: industrielles kaufe ich bei Purex.  Naturrein ist das Red Mill Baking Soda, z.B. im FoodOase.de Shop.
    • Kartoffel- oder andere Speisestärke
    • ätherische Öle für den Duft
    • für Vielschwitzer noch hochprozentigen Alkohol
    • beachte: Deos auf Kräuterbasis können etwas färben.

Deoroller nachfüllen

simpel aber wirkungsvoll: 100ml Wasser (oder z.B. Kräutertee aus Salbei & Frauenmantel) + 2 Tl Natron im Topf erhitzen

+ 1 -2 Tl gesiebte Speisestärke kurz aufkochen lassen (mit der Stärke kannst du die Cremigkeit /Fließeigenschaft regulieren) + 1 Tl Alkohol + 5-10 Tropfen ätherische Öle (z.B. Zeder, Rosmarin, Salbei). In die Roller füllen, fertig!

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Kräuterdeo für den Zerstäuber

Das Kaffeesieb einer Espressokanne mit getrockneten, schweißhemmenden Kräutern füllen: z.B. Frauenmantel, Salbei und Rosmarin. Danach wie beim Kaffeeekochen mit Wasser durchlaufen lassen. Der Dampf steigt durch die Kräuter und nimmt die Inhaltsstoffe und Aromen mit.

Anschließen noch 1TL fein gemahlenes Natron unterrühren, bis es sich aufgelöst hat, 1 TL Alkohol dazu, fertig!

Cremedeo mit und ohne Kräuter

Dieses Deo ist durch das Kokosfett darin kühlend, desodorierend und sehr hautpflegend ist. Die Festigkeit hängt aber stark von der Zimmertemperatur ab, da Kokosfett in der Sommerhitze weicher ist, als bei 22° Zimmertemperatur im Winter.

1: farbloses Deo:

  • 60gr. Kokosfett in ein Glas füllen und in einem Topf bei geringer Hitze schmelzen lassen.
  • 1 Tl. 40-70%igen Alkohol,
  • 1-2 TL Natron=> rühren, bis es sich aufgelöst
  • 30gr. Speisestärke
  • 6 Tropfen ätherisches Öl, z.B. Zedernduft, Rose oder Salbei dazugeben.
  • abkühlen, fertig. Wenn du es noch heiß in kleine Weckgläser füllst, hält es sich im Kühlschrank lange.

2: Kräuterdeo :

Zur flüssigen Kokosfettmischung 1-2 Eßl. getrocknete Kräuter dazugeben und mindestens 10 Min. ziehen lassen. Danach durch ein Baumwolltuch oder feines Sieb in eine Schale mit Speisestärke filtern + Alkohol + Natron, alles gut verrühren, fertig.

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3 Gründe für selber gemachte Cremes & Deos:

1 : Sie sind unschlagbar billig!

2 : Sie unterstützen die natürlichen Prozesse der Haut: verkleben nicht ihre Poren, binden Feuchtigkeit, Gerüche und Stoffwechselprodukte.

3: Ihre Inhaltsstoffe sind unbedenklich: Unsere Haut ist ein Teil des Nervensystems und ihre Verflechtungen mit den inneren Organen sind zwar bekannt, aber in ihrer Komplexität noch kaum erforscht. Deshalb lasse ich nur Produkte auf meine Haut, die ich auch essen kann. Besonders die chemischen Bakterienhemmer, stark desinfizierende und keimtötende Stoffe, setzen unserem Hautmikrobiom, den Bakterienvölkern, die für unseren Schutzmantel sorgen zu. Daneben sind Formaldehyd (krebserregend), künstliche Duftstoffe (Allergieauslöser), Treibhausgase (Deosprays), Mikroplastik und andere die Umwelt und den Körper belastende Inhaltsstoffe in konventionellen Kosmetikas.