Mentale Erneuerung duch Meditationsrituale: ob wir abnehmen oder die Welt retten wollen, das ist im Prinzip egal. Wenn wir für eine tiefe Entspannung sorgen, wenn es in uns still wird, geschieht am meisten …

Ruhe und Stille sind Basis einer mentalen Erneuerung. Sich lösen von einengenden Glaubenssätzen, Ablegen von Handlungen, die uns schädigen, uns erlösen von Abneigungen, Schuldgefühlen oder Konflikten. Auch manche Wahrheiten unserer Familie oder der Gesellschaft, in der wir groß geworden sind, wollen nicht so recht zu uns passen. Mentale Erneuerung durch Neuprogrammierung kann nicht nur bestehendes wandeln, die Arbeit mit unseren Gedanken und ihre Verknüpfung mit der Kraft des Körpers, kann uns auch zur Transformation unseres Ichs dienen.

Was bedeutet Transformation statt Wandel?

Nimm einen Kinderwagen, und lege eine neue Matratze rein, oder streich ihn an, dann hast du ihn geändert, aber er ist weiter ein Kinderwagen. Nimm eine Obstkiste, leg ein Kissen drauf und du hast einen Hocker und eine Obstkiste. Wenn du aber die Räder des Kinderwagens unter die Obstkiste montierst und das Verdeck des Kinderwagens oben fixierst, hast du etwas Neues geschaffen, eine Cabrio-Seifenkiste, mit der du fahren kannst.

Änderungen sind wie ein neuer Anstrich. Transformation schenkt ein neues L°eben. Eine Änderung geht oft schnell. Eine Transformation ist jedoch ein Prozess, der Zeit braucht. Sie geht nicht im Handumdrehen, dafür müssen wir unser Hirn umdrehen. Für die mentale Neuprogrammierung deiner Software im Gehirn setzt du den Fokus deiner Gedanken, die Kraft deines Körpers und die Gefühle deines Herzens dafür ein, was dein L°eben nicht länger begleiten soll oder welcher Traum Wirklichkeit werden sollen. So einfach ist das. Just do it.

Ein Meditationsritual hat 4 Teile:

Im ersten Teil versuchen wir unser Nervensystem in einen Flowzustand zu versetzen, in dem sich unser Gehirn gut neu programmieren kann. Nimm dir dafür genügend Zeit bei dir anzukommen und zur Ruhe kommen. In diesem Beitrag erkläre ich warum das wichtig ist.

Der zweite Teil dient dem Thema, das du wandeln möchtest, den Träumen, die du verwirklichen möchtest, dem Frieden, den du erreichen möchtest. Was immer dein Thema ist, setze so detailreich wie möglich deinen gedanklichen Fokus darauf.

Der dritte Teil dient deinen inneren Widerständen, Glaubenssätzen, Ängsten oder Zweifeln die IN DIR der Verwirklichung deiner Sehnsucht im Wege stehen. Was auch immer sich zeigt, nimm es an und setze dich einen Moment lang mit allen Details, die in dir dazu auftauchen auseinander. Studien haben gezeigt, dass diejenigen ihre Ziele erreichen, die auch die Möglichkeit des Scheiterns, d.h. Widerstände und Hemmnisse nicht ausklammern, sondern wahrnehmen, ernst nehmen, aber trotzdem weitermachen …

Der vierte Teil dient dem Abspeichern, der physischen Integration deines Wunschs. Lass dir genügend Zeit dein Ziel ins Unterbewusstsein zu überführen und bleib sitzen bis der Wecker klingelt.

Zeitaufwand ist Minimum 20 Minuten. Maximum so viel, wie du dich auf die Übung konzentrieren kannst. Stell dir dein Handy oder einen Küchenwecker. Aber lege ihn in ein Nachbarzimmer. Dann hörst du zwar das Signal, aber du erschrickst nicht zu Tode, wenn er neben dir klingelt, denn ich hoffe, dass du während der Meditation tief entspannst. Und dein Gehirn ist nicht unter dem Einfluss der elektromagnetischen Wellen. Unser Gehirn nutzt dieselbe Art von Wellen, wie dein Handy. Willst du pur meditieren, schalte es aus.

Vorbereitung:

Zwei Varianten: Eine mit Licht und eine mit Duft.

Hier findest du das Light4peace, eine Meditation mit Licht.

Habt ihr eine Sehbehinderung, oder seid ihr blind, dann nehmt die Variante mit dem Duft.

Für die Meditation mit Licht brauchst du zwei gleich hohe Kerzen und Streichhölzer, dazu einen Stift und einen quadratischen Zettel.

Für die Meditation mit Duft, brauchst du zwei Blüten. Eine schön duftenden Blüte und eine zweite, die du nicht so gut riechen kannst. Alternativ gehen auch Papier- oder Baumwolltücher, die a)  mit einem angenehmen und b) mit einem unangenehmen Duft beträufelt sind. Z.B. mit ätherischen Ölen, oder einem Parfum, was für dich stinkt oder duftet. Auch wenn ihr mit Duft arbeitet braucht ihr einen Stift und einen quadratischen Zettel.

Die Flammen der Kerzen sollten auf Höhe eurer Augen stehen. Die Blüten oder Dufttücher sollten auf Höhe eurer Nase liegen. Ich sitze bei der Meditation am Boden und habe mir dafür einen Hocker, ein Tablett und eine Meditationsbank zu einer Art Podest übereinandergestellt, damit ich mit aufrechter Wirbelsäule und gerader Halswirbelsäule direkt in die Flammen schauen kann. Zunächst steht nur eine Kerze auf dem Podest, die andere steht noch daneben.

Auch für die Arbeit mit Duft stellt ihr zunächst nur die gut duftende Blüte / das gut duftende Tuch auf das Podest. Die zweite, unangenehm riechende Blüte stellt ihr zunächst hinter euch, damit ihr erst einmal  nur den angenehmen Geruch in der Nase habt. Alle Erklärungen, die sich auf das Licht der Kerzen beziehen, gelten bei euch für den Duft, den Duft der Blüten oder den der duftenden Tücher.

Jetzt gilt es das Thema zu definieren: Um was geht es dir? Welchen Traum möchtest du verwirklichen? Welches Verhalten möchtest du ändern? Kannst du dich nicht entscheiden, könntest du bei einem Spaziergang mal in Ruhe darüber nachdenken oder mit Freunden darüber zu reden. Wenn wir anderen davon erzählen, was uns wichtig ist spüren wir oft sehr genau, WIE WICHTIG etwas für uns ist. Ob es eine Sehnsucht unseres Herzens ist, oder nur etwas, was unser Wille gern hätte.

Wenn du weißt, was dir am Herzen liegt, dann fasse deine ganze Sehnsucht in einem Wort zusammen, schreibe sie auf den quadratischen Zettel und lege diesen unter die erste Kerze oder die gut duftende Blüte. Lege die Blüte, oder stelle die Kerze aber so darauf, dass vor ihr, zwischen dir und ich noch Platz für die zweite Kerze oder Blüte ist. Zünde die Kerze aber noch nicht an. Das machen wir erst in der Meditation.

Das war´s schon. Dann wünsche ich euch eine gute Begegnung mit der Sprache deines Herzens.

Was sind Meditationsrituale?

In einem Ritual verknüpfen wir einen klaren Fokus unseres Verstandes, mit einer körperlichen Handlung und der Sehnsucht unseres Herzens. Das ganze bündelt unser Bewusstsein um die Information ins große Netz des L°ebens zu geben. In einem Meditationsritual nutzen wir darüber hinaus noch die Fähigkeit unseres Gehirns sich mit neuen Glaubenssätzen und Informationen zu programmieren und damit unser alltägliches Handeln neu einzufärben.

Dafür versetzen wir uns in einen vegetativ entspannten Zustand. Immer, wenn unser Nervensystem im Flow ist, wenn es in uns still wird, dann geschieht am meisten. Das ist wie bei Kindern, wenn sie sich in ihr Spiel vertiefen und alles drum herum vergessen. Deshalb ist der erste Teil des Meditationsrituals darauf ausgerichtet uns in diesen entspannten, aber noch wachen Zustand zu überführen. Je tiefer wir entspannen können um so besser.

In diesem Zustand bewegen Alphawellen unser Gehirn mit 8-12 Schwingungen pro Sekunde, 8-12 Hz. Sie entstehen sonst beim Übergang vom Schlaf zum Wachzustand oder beim Einschlafen und eignen sich sehr hervorragend zur Neuprogrammierung des Gehirns.

Die Betawellen hingegen vermitteln einen Zustand hellwacher, konzentrierter Aufmerksamkeit und liegen zwischen 12-38 Hz. Da wir in diesem Zustand unsere Aufmerksamkeit aber mehr nach außen richten, ist er für eine Neuprogrammierung des Gehirns weniger geeignet.

Thetawellen liegen zwischen 3-8 Hz. Sie sind die Wellen des leichten Schlafs oder tiefer Trance. Es ist ein Zustand genau an der Grenze zwischen wach sein und schlafen. Meditationsprofis, wie buddhistische Mönche, können diesen Zustand bewusst herbeiführen. Eine mentale Neuprogrammierung ist im Thetawellenzustand seeehr effektiv.

Deltawellen sind Tiefschlafwellen und schwingen nur noch mit 0,2-3 Hz. Hier ist unser Bewusstsein abgeschaltet und deshalb eine bewusste Neuprogrammierung nicht möglich. Wir können aber die Einschlafphase dazu nutzen, Wünsche und Glaubenssätze neu zu installieren um diese dann mit in den Tiefschlaf zu nehmen.

Beispielvideo Light4 peace

Meditationsritual Light4peace

Eine andere Möglichkeit sich selbst zu coachen ist > Duft

Amulette und andere kleine Helfer können uns im Alltag helfen unser Ziele und Träume nicht aus dem Auge zu verlieren. Ich habe kürzlich im Fernsehen eine Journalistin gesehen, die einen Stein auf ihrem Schreibtisch liegen hatte. Sie erzählte, dass dieser Stein sie an ein Krankenhaus in einem Kriegsgebiet erinnert, und sie hatte sich geschworen, besonders das Leid der Kinder, die sie dort gesehen hatte, nie wieder zu vergessen und ihnen eine Stimme zu sein. All´ dies und wahrscheinlich noch sehr viel mehr, über das sie nicht sprach, symbolisierte dieser Stein, der auf ihrem Schreibtisch lag.

Das ist die einfachste Möglichkeit uns im Alltag immer wieder an unsere Überzeugungen und Wünsche anzudocken, indem wir ein Symbol wählen, das die Kraft dafür hat. Mir dienen dazu eine Kette und ein Armband. Jedes Mal, wenn mein Blick im Spiegel auf die goldene Kugel oder auf den Amethyst in meinem Armband fällt, erinnern sie mich an meinen Wunsch, mich mit der spirituellen Kraft in mir mich zu verweben.

Eine weitere Möglichkeit unseren Wunsch, unser Vorhaben zu bekräftigen ist ein Seitenwechsel eines Gegenstands, den wir in einer Hosen- oder Jackentasche bei uns tragen. Dabei wechselt die Münze, ein Ring, Stein, Taschentuch mit einem Knoten oder auch ein Armband jedes Mal die Seite, wenn wir ihn wahrnehmen. Während des Seitenwechsels bekräftigen wir jedes Mal ganz bewusst unseren Wunsch, unser Ziel.

Auch Anhänger, Amulette können eine Hilfe sein. Amulette sollen nicht nur die eigenen Kräfte stärken, sie sollen auch Glück bringen und widrige Umstände abhalten. Sie können aus den verschiedensten Materialien gefertigt werden. Auch ein kleines Pflanzengebinde können wir uns als Amulett ins Haar stecken oder an eine Kette um den Hals hängen.

Bevor wir jedoch ein Amulett basteln oder uns einen Gegenstand suchen, der unser Ziel, unsere Sehnsucht symbolisiert, sollten wir für uns noch einmal ganz klar definieren, was unser Wunsch, unser Ziel ist und uns mit diesem Gefühl fest verknüpfen, bis es in unserem Herzen deutlich spürbar ist. Mir fällt das nach Meditationen oder Achtsamkeitsübungen immer leichter.  Danach lausche ich auf einem Spaziergang in mein Herz bis es in Resonanz geht, – mit einem Stein,- einer Wurzel, – einer Pflanze, – oder irgend einem anderen Gegenstand, der gerade herumliegt und mir damit erzählt: „Hier,  in diesem Stein, dieser Wurzel, dieser Pflanze oder diesem Gegenstand sehe ich die Kraft deiner Sehnsucht verwirklicht.“

Spürt ihr eine Verbindung zu Pflanzen, könnt ihr euch auch ein kleines Pflanzengebinde machen, trocknen, in ein Säckchen packen und bei euch tragen, auch, um ab und an daran zu riechen. Duft ist ein starker Verbündeter in der Programmierung unseres Gehirns.

Auch die Pflanzen für Ritualgebinde, also kleine Sträuße, mit denen wir Rituale unterstützen, können wir intuitiv zusammenstellen. Für Ritualgebinde nutzen wir grüne, blühende und duftende Pflanzenteile, die das Ziel des Rituals für uns unterstützen. Dieses Gebinde kann auch für Räucherungen, Salben, Tees oder Zeremonien genutzt werden. Christen stellen für den Palmsonntag Palmzweige zusammen, ein Ritualgebinde aus Buchsbaum-, Wacholder- oder Weidekätzchenzweige, die nach altem Brauch, nicht nur an den Einzug in Jerusalem erinnern sollen, sondern auch, ganz heidnisch, vor Unwetter und Blitz schützen sollen.

Wenn ihr eine Wurzel für ein Amulett findet, könnt ihr sie im Bach oder Daheim reinigen, etwas zuschneiden und auch mit Bändern, Perlen oder Farbe schmücken. Am effektivsten ist es, aber nicht eurer Schönheitsvorstellung zu folgen, sondern eurem Herzen. Es sagt euch am besten, wie die Wurzel aussehen sollte, damit sie euch schnell und effektiv an euren Wunsch erinnern kann.

Ihr seht, es gibt viele Möglichkeiten euch auch im Alltag immer wieder mit eurer Sehnsucht zu verbinden. Wie immer – glaubt mir nicht!

Der Weg der Wahrnehmung ist ein Weg der Selbsterfahrung. Probiert selber aus, was für euch funktioniert und was nicht.

Lasst es euch gut gehen, wo immer ihr seid.