Düngen im Kreislauf der Natur:

Fühlt sich der Regenwurm gut – geht es auch Pflanzen und Menschen gut. Die ökologischen Dünger und Pflanzenmittel der Firma Oscorna schätze ich sehr. Hier der Link: https://www.oscorna.de/ Eine andere Art die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen ist die Bodengesundheit mit effektive Mikroorganismen zu verbessern. Was bei uns Menschen der Darm ist, ist bei den Pflanzen die Erde. Deshalb helfen gute Bakterienstämme auch hier. Wenn ihr euch dafür interessiert schaut doch mal hier: EM-Chiemgau.de oder Multikraft.com Und rechts findest du ein Video, wie ich die aktive Form fermentiere.

EM selber fermentieren

Auch Hornspäne / Hornmehl und Guano sind ökologische Dünger. Während aber der stickstoffreiche Langzeitdünger aus Horn praktisch nicht überdosierbar ist, verwende ich den mineralstoffreichen Dünger Guano aus Vogelkot nur noch seeehr sparsam. Einmal war ich zu freigiebig, dass hat mich einen schönen weißen Phlox gekostet.

Hornspäne und effektive Mikroorganismen dem Kompost beigemengt beschleunigen den Verrottungsvorgang und reichern den Kompost mit Mineralien an.

Ansonsten gilt: Was dem Regenwurm gut tut, tut auch euren Pflanzen gut und schadet der Umwelt nicht. Und was der Umwelt nicht schadet, sichert auch den Fortbestand der Menscheit und die Zukunft unserer Kinder und Kindeskinder. So einfach ist das – nicht wahr?

Für die anderen Infos das Akkordeon öffnen:

Habt ihr einen Schäfer in eurer Nähe holt euch einen Sack voll alter Schafwolle. Sie ist im Garten und auf dem Balkon / Terrasse ein genialer Öko- Langzeitdünger mit wasserspeichernden und Schadstoffe aufnehmenden Eigenschaften. Und sie hält von eurem Salatbeet oder eurem Rittersporn auch ohne Gift Schnecken fern. Ich habe gesehen, dass inzwischen auch Baumärkte Schafwollflies für Blumenkästen anbieten. Nur viel teurer, als wenn ihr sie euch beim Schäfer holt. Ich zahle für einen großen Sack 5,-€ und der Schäfer freut sich.

Blumenkästen: Unten 3 cm hoch Schfwolle in den Kasten und ihr habt den ganzen Sommer gesunde Pflanzen, deren Wurzeln zudem nicht so schnell austrocknen.

Hochbeet / hohe Pflanzgefäße: Unten eine Lage Holzspäne (z.B. Baumarkt), darüber einen Lage Schafwolle, darüber eine Lage abgelagerten Mist (am besten direkt vom Biobauern, dann wißt ihr, was drin ist oder halt vom Baumarkt) Darüber dann torffreie Pflanzerde. So wachsen bei mir in Regentonnen aus dem Baumarkt auf der Terasse Tomaten, Gurken, Stangenbohenen, Radieschen, Paprika, Erdbeeren und Zuchinies.

Als Schneckenzaun: Schnecken mögen keine Schafwolle, weil sie zuviel Schleim produzieren müssen, um über sie hinweg zu gleiten. Deshalb überwinden nur die Helden unter ihnen diese Barriere aus Schafwolle. Und die hat ihr schnell abgesammelt. Bei mir passt diese Barriere auf meinen Rittersporn auf, nachdem ich ihn jahrelang an die Schnecken verloren geben musste.

Weitere interessante Infos zum Thema Schafwolle:

Info zu Schafwollpellets z.B. hier: https://www.schafwollpellets.at/

Schafwolle absorbiert Schadstoffe: https://www.oebag.de/index.php?id=37

Schadstoffsanierung beim Bau mit Schafwolle: http://www.airwool.de/schadstoffsanierung/

Schafwolldünger: http://www.schafwollpellets.de/information/herkunft-entwicklung/

und vieles mehr …

Von der Schafwolle als Schneckenzaun hast du oben vielleicht schon gelesen. Einfach einen Ring von ca. 1o-15 cm Breite um dein Beet oder deine Blumen legen. Im Frühjahr, wenn die Schnecken noch kleiner sind, funktioniert das hervorragend. Sie brauchen zu viel Schleim um über die Wolle zu kommen und drehen um. Später im Jahr, wenn die starken erwachsenen Schnecken unterwegs sind, versagt der Trick manchmal. Bis dahin blüht aber euer Rittersporn schon und die Kapuzinerkresse ist groß genug, um nun den Schneckenzaun zu spielen.

Wir können überhaupt mehr anpflanzen, was Schnecken nicht mögen: Buschwindröschen, Nachtkerze, Pfingstrose, Federmohn, Fetthenne, Frauenmantel, Elfenblume, Lavendel, Staudenphlox, Riesenflockenblume, Storchschnabel, Thymian, Tränendes Herz, Steinbrech, Waldmeister,  Sommerastern, Kapuzinerkresse, Geranien, Goldmohn, Gazanien, Portulak, Ringelblumen, Wicken …

Und wir können Abfangbeete einrichten, die die Schneccken mit Leckerbissen anlocken, wie Salatreste, Kohlblätter und Tagetes.  Und wenn du Tiere im Kampf um deine Pflanzen einsetzen möchtest, dann sind Laufenten radikale Schneckenreduzierer … Nur nichts für Veganer.

Mein Läusemittel hat mir eine Bäurin verraten. Es funktionierte sogar bei meinen im Frühjahr über und über mit Läusen besetzen Rosen:

10 Beutel von irgendeinem billigen Schwartee mit 1 Liter kochendem Wasser überbrühen und über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Morgen dazu 2 TL. Spülmittel und 2 Schnapsgläser voll Alkohol (Schnaps oder anderen Hochprozentigen).

Das ganze in eine Sprühflasche füllen und die Pflanze damit einsprühen, bis alle Teile gut naß sind.

!! Achtung !! Die Pflanzen nicht bei Sonnenschein einsprühen, dann verbrennen ihre Blätter. Lieber am Abend oder bei bedecktem Himmel.

Ich habe meine Rosen zuvor noch mit dem Gartenschlauch abgespritzt und damit die Läuse schon mal dezimiert.

Ihr könnt auch einen kräftigen Regenschauer abwarten, der für euch diese Arbeit übernimmt.

Eine Nachbarin mulcht zur Prävention und zur Bekämpfung eines leichten Lausbefalls ihre Rosen mit zerschnittene Brennesselblättern. Sie legt diese rund um die Rosen herum und lässt sie sich dort zersetzen. Eine Brennessel- Beinwell Jauche werden im Netz auch als Dünger favorisiert. Damit habe ich persönlich aber noch keine Erfahrung. Auf dieser Seite habe ich viele Tips zum Thema Jauche herstellen gefunden: www.mein-schoener-garten.de

Ist eine Pflanze vom echten Mehltau betroffen, helfen Milchsäurebakterien weiter. Der echte Mehltau macht einen weißlichen Belag auf der Blattoberseite, der falsche Mehltau auf der Blattunterseite. Dieses Hausmittel hilft nur beim echten Mehltau.

Der echte Mehltau hasst Milchsäurebakterien. Das entdeckten Bauern, als sie ihre Milchkübel früher ausgewaschen und das mit Milch versetzte Wasser mit Schwung in ihren Garten kippten und plötzlich der Mehltau von den Pflanzen verschwand. So stelle ich mir die Story jedenfalls  vor. 🙂

Bei mir war ein Phlox und ein Ritterspron vom echten Mehltau betroffen. Ich habe beide Pflanzen unterschiedlich behandelt:

Da ich eine Milchtankstele in der Nähe habe, konnte ich den Rittersporn mit verdünnter Rohmilch einsprühen. 50:50 Wasser / Milch. Den Rest kippte ich auf die Erde. Es half sofort.

Die Milch im Supermarkt funktioniert aber nicht. Sie ist pasteurisiert und ohne lebende Bakterien. Da nicht jeder Zugang zu Rohmilch hat, habe ich für den Phlox Darmbakterien angesetzt, die ich sonst zur Gesunderhaltung meines Darm trinke und die viele Milchsäurebakterien enthalten. Omni biotik Nr. 6 enthält 4 verschiedene Stämme Lactobazillen. Es half auch.

Ich habe allerdings nicht gewartet bis die ganze Pflanze weiß war und bin schon im Frühjahr gegen die ersten Anzeichen vorgegangen.

Vielleicht gehen ja auch probiotische Joghurts. Das konnte ich nicht mehr ausprobieren, weil jetzt alle Pflanzen gesund sind.

Wenn du Lust und Gelegenheit hast das mal zu testen, würde ich mich über eine Rückmeldung freuen.