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Wir fangen einen Duft auf  und schon sitzen wir in der Küche unserer Kindheit… Erinnerst du dich an einen Braten, einen Kuchen besonders gern? Oder an den Duft des Sommerregens, an frisch gemähtes Gras oder in der Sonne trocknende Fichtennadeln? Ich erinnere mich an einen Duft meiner Mutter: etwas Jasmin mit einem Hauch Maiglöckchen und warmer, mit Honig gesüßter Milch… Oder war ich es? Neugeborene sind nicht nur süß, sie riechen auch so. Jeder erinnert Düfte auf eigene Weise. Nur eines haben wir alle gemeinsam: Solange die Sinneszellen unserer Nase Düfte wahrnehmen, lösen ihre Signale Reaktionen in uns aus: Erinnerungen, Wohlgefühl, Abneigung und physische Veränderungen.

Duft kann heilen

Düfte gelangen nicht nur durch unsere Nase in den Körper. Ihre Moleküle wandern auch über Haut und Lunge in unser Blut. Wenn wir einen Duft wahrnehmen, hat er das limbische System (unser emotionales Verarbeitungszentrum im Gehirn) schon lange erreicht. Dort stimuliert er auch die Ausschüttung von Hormonen, wie dem Endorphin, ein Glückshormon. Aber nicht nur das, alle Gewebe im Körper tragen Duftrezeptoren! Hier eine Studie der RuhrUni Bochum über zukünftige therapeutische Möglichkeiten. Deshalb vermeide ich auch künstliche Aromen, wie sie in gängigen Parfums, Wasch- und Putzmitteln vorhanden sind. Sie sind hormonwirksam und stehen unter dem Verdacht Krebs auszulösen. Hier die Liste der Wirkungen meiner Öle.

Radio Podcast von BR2 über Duft

Meist gut vertragene Öle: Zitrone, Rose, Lavendel, Fenchel, Bergamotte, Rosmarin, Grapefruit, Orange, Melisse, Weihrauch, Kamille, Zimt, Sandelholz, Eukalyptus. Aber ! Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel…

Spray gegen Monster unter’m Bett von Muttis Blog. de: 100ml Rosenwasser und 5 Tr. Lavendelöl. Aber nur, wenn du deinem Kind die Wirkung erklärst. Geistige Konditionierung hilft  – auch beim morgendlichen Kaffeeritual. Ansonsten sorgt der Duft für eine angenehme Athmosphäre.

Risiken:

Bei kleinen Kindern, Allergikern, in der Schwangerschaft, als Asthma – oder Epilepsie Betroffener bitte Vorsicht mit ätherischen Ölen. Bei kleinen Kindern ist das Nervensystem noch sehr empfindsam und kann heftig reagieren.

  • ! Beachte: je jünger, je leichter, je sensibler= je weniger | je älter, je schwerer= je mehr
  • Duftlampe z.B. im Kinderzimmer 1-3 Tr | Erwachsene 5-8 Tr.
  • verwende nur naturreine Öle mit Angabe zur Herstellungsart, Herkunft & Haltbarkeit
  • gib sie verdünnt auf die Haut (5Tr. auf 5ml TrägerÖl)
  • vermeide Augenkontakt
  • und geh bei Erkrankungen zur Ärztin und nicht zuerst zum Apotheker…

Was ist ein Parfum?

im Grunde nur Alkohol und Duftöle. Bereits im alten Ägypten wurden ätherische Öle bei religiösen Ritualen als Salbung / Körperbalsamierung und Räucherung eingesetzt. Daher auch das Wort Parfum „Per Fumum“ Eine Ehrung der Götter „durch (duftenden) Rauch“. Je höher der Anteil an Duftölen desto wertvoller das Parfum:

  • Eau de Toilette (6–9 %)
  • Eau de Parfum (10–14 %)
  • Parfum (15–30 % / auch bis zu 40%)

Statt Alkohol kannst du aber auch ein hochwertiges, kalt gepresstes Trägeröl verwenden, wie z.B. Jojoba-, Mandel- oder Arganöl.

Ein Parfum lässt uns nicht nur gut riechen, es kann uns auch sympathisch, oder weniger anziehend für unser Gegenüber erscheinen lassen. Statt uns eine objektive Meinung zu bilden, folgt unser Körper oft den unterschwellig empfangenen Signalen eines Dufts. Ein sehr archaischer Weg einander zu begegnen und ein Trick, dem sich Industrie und Handel gern bedient um unser Verhalten zu manipulieren. Darum prüfe, mit welchem Duft du dich verbindet: Mit gefällig riechenden, gekauften Düften, die dich wie Tausende andere riechen lassen, feieerst du weder deine persönliche Note, noch wirst du mit diesen chemisch hergestellten Düften dein Nervensystem streicheln können.

Aufbau

Jedes einzelne ätherische Öl besteht aus hunderten Bestandteilen. Das Parfum selbst wird in drei Duftgruppen eingeteilt: Die erste Duftqualität, die wir sofort wahrnehmen ist die Kopfnote. Sie wird gefolgt von der Herznote. Die Herznote ist der eigentliche Charakter des Parfums und weist den Weg zur kräftigen Basisnote.

Bei der Kreation eines Parfums ist nicht nur die Konzentration der Düfte entscheidend, sondern ihre Kommunikation. Dies in Balance zu bringen ist die Kunst der Parfumeure. Ich lasse Bauch und Herz die Düfte wählen, denn mein Körper weiß genau, was er zum Wohlbefinden braucht. Denn, ob selbst gemacht oder gekauft: Düfte werden nie allen gefallen…

Parfum selber herstellen

Wähle deine ätherischen Öle. Gib die Tropfen in einen Flokon oder einen Roller und fülle die Menge mit 3-4x soviel Alkohol (Weingeist) auf. Jetzt muss dein Parfum noch 2 Wochen ruhen und reifen. Fertig!

Nimmst du statt Alkohol ein Trägeröl, verfährst du genauso: Erst die Duftöle und danach die 3-4fache Menge mit Öl auffüllen und stehen lassen. Bei stark sensibler Haut die 4-5 fache Menge an Trägeröl und keinen Alkohol.

Raumduft / Raumparfum: 80ml hochprozentigen Alkohol + 10ml pflanzliches Glycerin + 20-30 Tropfen ätherische Öle in ein Glas füllen + 3-5 Holzstäbchen (Bambus geht gut)  reinstellen. Sie ziehen den Duft hoch und verteilen ihn im Raum. Ab und an die Stäbchen umdrehen.

Duftcoaching – Doping für die Seele

Duft wirkt immer. Er umgeht unseren Verstand und wirkt unterschwellig. Mit welchem dein Körper spricht und wie du reagierst ist 100% individuell. Schiller z.B. empfand den Geruch fauler Äpfel als schreibfördernd! Wollen wir uns verändern oder unterstützen, brauchen wir einen personalisierten Duft. Gleichgültig, ob wir uns beim Stress im Job oder in der Familie unterstützen wollen, in einer Trennungsphase mehr Halt brauchen oder trotz Traurigkeit und Angst das Herz wieder mit Wärme füllen möchten, der richtige Duft bewegt Welten! Duft kann stärken, entspannen, befreien und uns auch über innere Hürden tragen. Und unser Körper weiß am besten, welchen Duft er dafür braucht.

Deshalb stellen wir im Duftcoaching unser Parfum mittels Resonanz zusammen. So ein Duft ist “Doping für die Seele”, denn er verankert unser Anliegen tief im Körper. Und nutzen wir seine Kraft, haben wir sie immer dabei…

Wichtig für die Wahl ist die Einstimmung & das Clearing. Bevor du den Duft auswählst, verknüpfst du deinen Verstand so präziese, wie möglich, mit deinem Anliegen / Ziel. Manchmal braucht es zuvor noch ein Clearing, ein Ritual zum Lösen alter Bindungen oder Verhaltensweisen. Dann können wir unseren Weg freier gehen.