DankbarkeitDie Teilnehmer sitzen in einem Kreis und bekommen 2-3 Minuten Zeit, bei sich anzukommen. Dafür lassen sie sich mit ihrem ganzen Gewicht dort nieder, wo sie gerade sitzen und beobachten, wie die Luft ihre Nasenspitze , ihre Lippen berührt oder ihren Brustkorb bewegt, während sie ein und ausströmt.

Dann schließen sie die Augen. Die Leitung bietet ihnen an sich jemanden vorzustellen, dem sie dankbar sind. Dass kann jemand sein, den sie kennen, aber auch ein Popstar, ein Freund, ein Verwandter oder eine biblische Figur. Auch Jesus ist innerlich jederzeit verfügbar, wie es in der Laudato si 221 beschrieben ist: Jesus wohnt im Innersten eines jeden Wesens, dass er mit seiner Liebe umhüllt und seinem Licht durchdringt.

Dann stellen sie sich innerlich vor diese Person hin und sagen ihm oder ihr, warum sie ihr dankbar sind und erleben diese Begegnung so detailreich und bewusst, wie möglich. ( Nicht alle sehen innerlich Bilder, manche fühlen die Begegnung mehr als sie sie sehen. Manche sehen nur schwarz aber hören, oder riechen sie. Alles ist möglich und richtig. Möchte die Person antworten? Dann hören wir ihr zu. Danach bedanken wir uns und wenden uns wieder nur uns selbst zu.

Wie fühlt sich Dankbarkeit in dir an? Wo, wie hat sich dein Körper bei der Übung verändert?

Variante A

Dann lass sich deine Wurzeln, die aus deinen Fußsohlen in den Boden wachsen mit dieser Dankbarkeit füllen. Wenn die Wurzeln lieber aus eurem Po, eurem Steißbein wachsen, dann lasst sie daraus wachsen. Sie wachsen bis tief in den Boden und füllen auch ihn mit Dankbarkeit. Wenn sie dort verankert sind, gehen die Wurzeln in die Breite und treffen auf andere. Sie verweben und berühren sich, wie sie mögen und vermehren das Gefühl, überall dort, wo sie aufeinander treffen, indem sie es sich erzählen. Einige wachsen zur Mitte und treffen dort auf andere. So bilden die Wurzeln einen großen Ballen, einen Raum der Dankbarkeit.

B: Wir schicken das Gefühl der Dankbarkeit in unsere Wurzeln und füllen damit dem Boden unter uns. Dann breiten wir die Dankbarkeit auf die Gruppe aus, in der wir sitzen, auf das Haus, indem wir uns befinden, auf die Stadt, in der wir sind. Die Teilnehmer sollten sich nicht anstrengen die Dankbarkeit zu verschenken, sondern sich an Sternen ein Beispiel nehmen. Die fallen auch nicht vom Himmel um zu strahlen, sie tun es einfach und kommen dennoch bei uns an.

Das Leuchten der Dankbarkeit zieht von allein immer größere Kreise und ist jetzt so groß, wie unser Land. Wir schenken unser Licht allen, die darin wohnen. Auch denen, mit denen wir gerade Streit haben oder solchen, die wir nicht mögen, oder vor denen wir Angst haben. Die Dankbarkeit gehört allen, auch den Mördern unter uns. Kein Mensch wird als Mörder geboren. Und in Laudato si 221 steht geschrieben: Jesus wohnt in jedem Wesen.

So lassen wir das Licht der Dankbarkeit auf Europa ausweiten, auf die nördliche erdhalbkugel, auf den Äquator, die südliche Erdhalbkugel, unsere ganze Erde. Dann strahlt unsere Erde das Licht der Dankbarkeit ins Universum und erzählt davon.

Hausaufgabe:

Dankbarkeit kann unser Leben verändern. Wenn man ihre Kraft erfahren und vermehren möchte, kann man eine Lister der Dankbarkeit führen und jeden Tag 5 Situationen, Dinge, Menschen, Tiere, Texte oder was auch immer notieren, die uns an diesem Tag das Geschenk der Dankbarkeit gemacht haben. Das kann  auch ein voller Kühlschrank oder ein Glas sauberes Trinkwassser aus dem Wasserhahn sein.